Du willst eine Aufstellungs-Weiterbildung machen, aber das Angebot ist unübersichtlich? Wochenendkurse, Online-Programme, große Versprechen, und überall klingt es gut.
Damit du die richtige Wahl triffst, zeige ich dir, worauf es bei einer Aufstellungs-Weiterbildung wirklich ankommt. Am Ende findest du eine Checkliste zum Mitnehmen.
Kurz gesagt: Eine gute Aufstellungs-Weiterbildung erkennst du an viel eigener Praxis statt nur Theorie, an Selbsterfahrung und Haltung, an einem sicheren, traumasensiblen Rahmen, an einer überschaubaren Gruppe mit echter Begleitung und an Seriosität statt Heilsversprechen. Im besten Fall fragst hast du auch bereits Erfahrung mit der Ausbilder*in oder Vertrauen zu ihr.
Aufstellungsarbeit lernst du nicht, indem du über sie liest, sondern indem du sie tust. Achte darauf, dass du in der Weiterbildung selbst aufstellst, mehrfach und mit Rückmeldung. Reine Theorievermittlung macht dich nicht sicher.
Selbsterfahrung und Haltung
Du kannst andere nur so weit begleiten, wie du selbst gegangen bist. Eine gute Aufstellungs-Weiterbildung führt dich zuerst durch deine eigenen Themen. Sie vermittelt nicht nur Technik, sondern eine Haltung, aus der heraus du wahrnimmst, statt zu deuten.
Ein sicherer, traumasensibler Rahmen
In der Aufstellungsarbeit geht es oft tief. Deshalb sollte die Weiterbildung traumasensibel arbeiten und das Nervensystem ernst nehmen. Achte darauf, dass Sicherheit, Tempo und der verantwortungsvolle Umgang mit Grenzen Teil des Konzepts sind.
Gruppengröße und echte Begleitung
In einer riesigen Gruppe gehst du unter. Eine überschaubare Gruppe mit persönlicher Begleitung und Supervision sorgt dafür, dass du gesehen wirst und wirklich wächst. Frag nach, wie groß die Gruppe ist und wie die Begleitung zwischen den Modulen aussieht.
Seriosität statt Heilsversprechen
Sei vorsichtig bei großen Versprechen, schnellen Zertifikaten und schicksalhaften Deutungen. Eine seriöse Aufstellungs-Weiterbildung sagt dir auch, was die Methode nicht kann, und macht klar, dass sie keine Therapie ersetzt. Diese Ehrlichkeit ist ein gutes Zeichen.
Deine Checkliste zum Mitnehmen
- Stelle ich selbst auf, mehrfach und supervidiert?
- Gibt es Selbsterfahrung und Arbeit an eigenen Themen und der Haltung?
- Wird traumasensibel und nervensystemorientiert gearbeitet?
- Wie groß ist die Gruppe, und wie persönlich ist die Begleitung?
- Wird ehrlich über Grenzen gesprochen, oder nur mit Wirkung geworben?
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Wichtiges auf einen Blick:
Wie lange sollte eine gute Aufstellungs-Weiterbildung dauern?
Eher mehrere Monate als ein Wochenende. Haltung und Sicherheit brauchen Zeit, Übung und Begleitung.
Online oder vor Ort, was ist besser?
Beides kann gut funktionieren. Das was du lernst muss abgebildet sein. Wichtiger als das Format ist, dass du viel selbst übst und eng begleitet wirst. Die Einzel- und Figurenformate lassen sich online sehr gut lernen. Wenn jemand offline Aufstellungen in der Gruppe als Onlineformat anbietet, wäre ich vorsichtig.
Woran erkenne ich eine unseriöse Weiterbildung?
An schnellen Zertifikaten, großen Heilsversprechen, sehr großen Gruppen ohne Begleitung und fehlender Selbsterfahrung & Begleitung zwischen den Terminen.
Brauche ich Vorerfahrung?
Meist wird eine berufliche Basis im Arbeiten mit Menschen vorausgesetzt. Eigene Aufstellungserfahrung ist hilfreich.